09.08.2026
Wir melden uns mit einigen Neuigkeiten:
119 Stellungnahmen zum Windpark Sandl eingelangt
Die Frist ist um: (ORF OÖ, 2026) berichtete, dass zum Windpark Sandl 119 Stellungnahmen und Einwendungen eingegangen sind.
Zur Erinnerung: Sandl ist mit 19 Anlagen und 137 MW das mit Abstand größte Windkraftprojekt in ganz Oberösterreich – und liegt gleichzeitig mitten in einer geplanten Ausschlusszone. Die öffentliche Auflage ist damit abgeschlossen, die Prüfung läuft.
Für uns heißt das: nach Abschluss der Prüfung genau hinschauen, wie ernsthaft diese 119 Stellungnahmen von Bürgern, Institutionen, NGOs und Gemeinden tatsächlich behandelt worden sind. Jede einzelne zeigt, dass der Windpark Sandl Menschen und Institutionen, auch grenzüberschreitend, bewegt. Wir bleiben dran und berichten, sobald es Neuigkeiten zum Stand der Prüfung gibt.
Ein Funke genügt: Was ein Waldbrand in Griechenland mit Windkraft-Leitungen zu tun hat
Österreich steckt mitten in einer ausgeprägten Trockenperiode – auch der Freiwald ist davon nicht ausgenommen. Wie schnell aus einem kleinen technischen Defekt eine Katastrophe werden kann, zeigt ein aktueller Fall aus Griechenland eindrücklich.
Nach einem Brand in Agios Vasileios in Boeotia haben die Brandermittler festgestellt: Ein verheerender Waldbrand, der tagelang wütete, hunderte Hektar Wald vernichtete und rund 200 Häuser beschädigte, wurde durch Funkenbildung an den Stromleitungen eines Windparks ausgelöst (AMNA, 2026). Diese Funken fielen auf ausgetrocknete Vegetation und entzündeten sie.
Was hat das mit Sandl zu tun? Auch hier braucht ein Windpark dieser Größenordnung kilometerlange Stromleitungen durch den Wald – und auch der Freiwald ist aktuell stark ausgetrocknet. Auch wenn die Leitungen in Sandl unterirdisch verlegt werden sollen, zeigt der Fall aus Griechenland, wie fragil das Zusammenspiel von Trockenperioden und Windkraft-Infrastruktur ist – ein Aspekt, den wir im Auge behalten, denn auch erdverlegte Leitungen sind vor technischen Defekten nicht gefeit.
Zu guter Letzt…
…berichtete (MeinBezirk, 2026), dass „Sandl in der Zonen-Verordnung, die im Herbst kommen dürfte, Windkraft-Ausschlusszone bleiben wird. Fällt das UVP-Verfahren jedoch positiv aus, darf der Windpark dort – trotz ‚roter Zone‘ – gebaut werden.“
Damit zeichnet sich die Realisierung eines Tabubruchs ab: Eine gesetzlich verordnete Windkraft-Ausschlusszone schließt den Bau eines Windparks in Oberösterreich künftig nicht mehr aus. Drehen sich damit bald auch in anderen oberösterreichischen Feigenblattzonen, etwa dem Voralpenland, die Räder, sobald ein passender Investor vor Ort gefunden wurde?
Wir bleiben dran,
Deine Bürgerinitiative Sandl
Quellen:
AMNA – Athens-Macedonian News Agency. (2026, 7. August). Boeotia wind farm’s operation suspended over major Attica-Boeotia wildfire – Three defendants remanded in custody.
Mein Bezirk (2026, 24. Juni). Windkraft-UVP im Kobernaußerwald läuft wieder
ORF Oberösterreich. (2026, 13. Juli). Weitere Windkraftprojekte in OÖ geplant.
