Bürgerinitiative gegen den geplanten Windpark Sandl

Was ist geplant?

Auf dem Gebiet des Forstguts Rosenhof in Sandl ist ein Windpark in Planung. Es sollen 19 Windkraftanlagen mit jeweils 285 m Höhe errichtet werden – die höchsten in Österreich! Wir sehen dieses Vorhaben kritisch und laden Dich ein, Dir eine eigene Meinung zu bilden.

Was planen wir?

Wir gründen im Rahmen des UVP-Verfahrens eine Bürgerinitiative gegen die Errichtung des Windparks und laden Dich ein, uns zu unterstützen. Wir agieren parteifrei und unabhängig. Unsere Bewegung richtet sich nicht gegen bestimmte Personen. Wir stehen für umfassende Betrachtung, Fairness & Transparenz.

Wir sind für

Wir plädieren für den Ausbau erneuerbarer Energien unter Rücksichtnahme auf Ökologie, Natur- und Landschaftsschutz. Bezogen auf den geplanten Windpark Sandl sprechen wir uns aus tiefen Bedenken gegen die Realisierung am geplanten Standort aus und wünschen eine alternative, naturverträgliche Lösung.


Stimmen unserer Mitglieder

„Ich hoffe inständig, dass KEINE Windräder die wunderschöne Landschaft verschandeln werden!“

„285 m hohe Windräder sind Ausdruck eines ökologischen und ökonomischen Wahnsinns, der um sich greift.“

„Danke für euer Engagement!“

„Wir wollten eigentlich unser Kind in Sandl großziehen. Sollten jedoch die Monster kommen, dann gehen wir leider wieder.“

„Vielen vielen Dank für die Initiative! Wir freuen uns sehr, dass wir endlich gehört werden!“

„Liebes Team! 1000 Dank für diese Initiative! Mir liegt sehr, sehr viel am Erhalt des Landschaftsbildes in Sandl!“

„Ich hoffe, die weitgehend unberührte Natur hat noch eine Chance!“

„Ich finde euren Einsatz für die Natur toll!!“

„Bitte bleibt da dran!!!“

„Suuuper danke euch!“

„Freue mich, wenn ich euch unterstützen kann!“

„I would like to help from Czech side.“

„Für Natur, Mensch und Umwelt :))) Danke für Euer Engagement!“

„Herzlichen Dank für diese tolle Seite und euer Engagement.“

„Wir wünschen euch alles Gute und viel Kraft! Schöne Grüße“

„Liebe Bürgerinitiative Sandl! Vielen Dank für Euer Engagement und den mutigen, ehrlichen Brief, er trifft den Nagel genau auf den Kopf! Danke für Euer Wirken!“

Unsere Kernbotschaften

Wenn du unsere Bedenken unterstützt, hilf uns, unsere Reichweite zu erhöhen:

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Der Bau dieses Windparks in Sandl bedeutet

1. Gefahr für Natur und Artenvielfalt
  • Be- und Zerschneidung des natürlichen Lebensraumes einheimischer Wildtiere (Habitatverlust und Eingriff in Wanderkorridore). Der Freiwald gilt als Kernzone und (potentielles) Habitat für zahlreiche geschützte Arten wie Luchs, Elch oder Wolf. Störung der überregionalen Lebensraumvernetzung – das Projektgebiet liegt mitten im European Green Belt sowie mitten im Important Bird Area (IBA) Freiwald. Darin leben geschützte Vögel wie Waldschnepfe, Haselhuhn, Raufußkauz, Sperlingskauz, Uhu oder Seeadler – siehe weiterführend PK-Unterlagen Oö. Umweltanwalt Dr. Martin Donat und BirdLife Studie – Das Konfliktpotenzial zwischen Windkraftnutzung und Vogelschutz in Oberösterreich, 2023.
  • Gefahr für den Artenschutz: Der Baustellen- und Dauerbetrieb (menschliche und maschinelle Aktivitäten, Lärmbelastung) von Windkraftanlagen im Wald kann v.a. bei störungssensiblen Tierarten Scheuchwirkungen und Meideverhalten verursachen. Seit vielen Jahren wird der Einfluss direkter Tötungen (Schlagopfer, Barotraumen) und Lebensraumverlust auf die Bestandszahlen v.a. von (Zug-)Vögeln und Fledermäusen diskutiert.
  • Lärmbelastung beeinträchtigt das Überleben von Wildtieren, indem sie chronischen Stress, Hörschäden, effektiven Habitatverlust und eine Störung lebenswichtiger Verhaltensweisen wie Kommunikation und Nahrungssuche verursacht (Teff-Saker 2022).
  • Temporäre bzw. dauerhafte Eingriffe in bisherige Waldflächen durch Neu- und Ausbau des Wegenetzes (Zufahrtswege), Planierungen für Lager-, Umlade- oder Montageplätze, dauerhafte Befestigung der Kranstellplätze sowie Trassierung der elektrischen Zu- und Ableitungen.  Aufschüttungen und fallweiser Bodenaustausch für Kranstellflächen und Zufahrtswege. Gefahr der Zerstörung bzw. Beeinträchtigung der natürlichen Funktionen des Waldes (Wasserhaushalt, Nährstoffhaushalt, CO2-Speicher, Mikroklima).
  • Gefährdung von Moorgebieten und Waldmoorböden: Im Projektgebiet liegen die Sepplau und die Lange Au, beide von der Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich als naturschutzfachlich besonders wertvoll ausgewiesen. Krisai (1988) bezeichnet die floristisch reichhaltige Sepplau als das von allen Mühlviertler Mooren am besten erhaltene und Haubner (2008) hebt die Sepplau als weitgehend unbeeinflusstes, relativ naturnahes Moor hervor. „Das Gebiet zeichnet sich durch lokal größtflächige Torfdecken (quadratkilometerweise – nördlich Rosenhof) mit noch etlichen aktiven Hochmooren, aber auch teils sehr naturnah erhaltenen, punktuell sogar urwaldartig erhaltenen Moorwäldern (bei der Sepplau) aus. In Rosenhof befindet sich (neben Karlstift-Süd bis Gugu) somit mindestens eine der flächigsten zusammenhängenden außeralpinen Torfdecken Österreichs, wenn nicht die größte“ (Naturraumkartierung Oberösterreich). Moorgebiete gelten als die effektivsten CO2-Speicher aller Landlebensräume.
2. Auswirkungen auf Liegenschaftswerte
  • Minderung der Grundstücks- und Immobilienwerte im Nah- und Sichtbereich der Windkraftanlagen. Gemäß dieser aktuellen Studie (Andersen 2025) verlieren Häuser mit einem Abstand kleiner 5 km zum Windpark um bis zu 12% an Wert. Überschlagsmäßige Schätzung: ein Haus im Wert von 250.000 € verliert bis zu 30.000 € an Wert. Niemand kommt für diese Wertminderung auf. Der niedrigere Immobilienwert führt zu direkten Verlusten beim Verkauf oder Erbe und macht das Haus zu einer schlechteren Sicherheit für Bankkredite, was die finanzielle Flexibilität einschränkt.
  • In Sandl stehen 491 Wohngebäude mit 1 & 2 Wohnungen (Statistik Austria). Selbst wenn nur der Teil im Nah- und Sichtbereich davon tatsächlich betroffen ist, schätze/rechne den entstehenden Wertverlust mal nach. Ländliche Gebiete – somit auch Sandl – und alte Häuser sind überdurchschnittlich betroffen (Frondel 2019). Makroökonomisch gesehen stellt dies eine signifikante Kaufkraftminderung und eine Kapitalverschiebung dar.
  • In Dänemark wurde bereits Ende 2008 im Rahmen des Gesetzes über die Förderung erneuerbarer Energien (VE-lov) die sogenannte „Regelung zum Wertverlust“ geschaffen, die 2009 in Kraft trat. Diese Regelung, enthalten in § 6 ff. des VE-lov, verpflichtet den Betreiber einer Windkraftanlage, Hauseigentümern in der näheren Umgebung eine Entschädigung für den Wertverlust ihrer Immobilie zu zahlen. Der Betrag wird von einer unabhängigen Kommission auf Basis objektiver Kriterien wie Abstand, Lärm, Schattenwurf und visueller Beeinträchtigung (Sichtbarkeit) ermittelt.
  • Hermann Haginger akad. BM, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Immobilien, aus Sandl teilt die Einschätzung, dass sich die Windkraftanlagen negativ auf die Verkaufschancen auswirken werden.
  • Der Wertverlust und die verminderte Lebensqualität können die Attraktivität der betroffenen ländlichen Regionen als Wohnort mindern. Dies könnte langfristig zur Abwanderung von Haushalten und Unternehmen führen (Stichwort „Landflucht“).
3. Beeinträchtigung des Lebens- und Erholungsraumes
  • Lärmbelastung und empfundene Lärmbelästigung durch hörbaren Schall für Mensch und Tiere. (ergänzend: Mehr zu Infraschall)
  • Erholung in der Natur bedeutet die Suche nach Ruhe, Beschaulichkeit und Entspannung. Windräder mit knapp 300 m Höhe wirken bedrohlich und das permanente „Wuschen“ der Rotorblätter, unterbrochen von plötzlichen metallischen Getriebegeräuschen, erzeugt Unbehagen. Die kontinuierlichen Drehbewegungen und blinkende Lichter während der Nachtstunden führen zu Anspannung und innerer Unruhe. Für die Bevölkerung im Nahbereich bedeutet dies mitunter eine unbewusste andauernde psychische Belastung.
  • Schattenwurf der Rotorblätter bei niedrigem Sonnenstand, besonders in den Früh- und Abendstunden und im Winter.
  • Auswirkungen auf Schlafqualität, Stress und Wohlbefinden werden diskutiert.
4. Nachhaltiger & irreversibler Eingriff in Landschaft und Ästhetik
5. Vertrauen in das Vorgehen der oberösterreichischen Landespolitik
  • Der geplante Windpark Sandl befindet sich in einer Windkraft-Ausschlusszone. Diese wurde aus fachlich gerechtfertigten Gründen von Fachexperten des Landes OÖ empfohlen und durch den Oö. Umweltanwalt bestätigt. Solche Ausschlusszonen sind essentiell, um sicherzustellen, dass die Energiewende nicht zulasten des Natur-, Umwelt-, Arten- und Landschaftsschutzes erfolgt.
  • Die politische Absicht, diese Ausschlusszone für die Errichtung des größten Windparks in Oberösterreich zu ignorieren, stellt einen grundlegend widersprüchlichen Vorgang dar. Eine solche Missachtung erzeugt ein schwerwiegendes Glaubwürdigkeitsproblem und gefährdet das Vertrauen der Bürger in die Verbindlichkeit öffentlicher, fachlich gerechtfertigter Entscheidungen.
  • Besonders vor diesem Hintergrund sind maximale Transparenz, Fairness, Sachlichkeit, Objektivität sowie eine lückenlose, auch grenzüberschreitende Analyse aller Umweltauswirkungen im Rahmen der laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) von höchster Bedeutung – insbesondere wegen des unmittelbar angrenzenden tschechischen Naturschutzgebietes „Gratzener Bergland“.

Mit unserem Fragebogen kannst Du zu einer Einschätzung gelangen wie stark Du betroffen bist.

Und kennst Du weitere fundierte, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Gründe? Lass es uns wissen. Wir lernen gerne dazu.

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Simulation des Windparks

Da man sich die Dimensionen und Auswirkungen der 19 Windkraftanlagen á 285 m Höhe nur schwer vorstellen kann, haben wir Illustrationen mittels Google Earth und Photomontagen angefertigt, welche die Ausmaße realistisch zeigen. Es handelt sich um die tatsächlichen Standorte der einzelnen Windkraftanlagen.

Im Video wird der Windpark virtuell überflogen.

Wenn Du unseren Bedenken etwas abgewinnen kannst, dann hinterlass uns Deine Mailadresse und weise bitte Deine Freund:innen und Bekannten auf unsere Bürgerinitiative hin. Gemeinsam sind wir noch stärker! Danke.

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Neuigkeiten

Für neue und wiederkehrende Besucher:innen fassen wir die wichtigsten Aktivitäten im Überblick zusammen:

Oktober 2025:

November 2025:

Dezember 2025:

Januar 2026:

Kommend:

Magst Du bei neuen Aktivitäten informiert werden? Kein Problem, hinterlass uns einfach Deine Mailadresse.

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Wie kann ich mitmachen?

Bleib mit uns in Verbindung

Hinterlass uns dazu einfach deine Mailadresse im Kontaktformular. Wir melden uns bei Dir in unregelmäßigen Abständen mit Informationen und Neuigkeiten.

Sag es weiter

Weise Deine Freund:innen und Bekannte auf unsere Bürgerinitiative https://www.buergerinitiative-sandl.at hin. Masse macht Schwingung! Nutze gerne unser Informationsmaterial zum Verteilen auf:

Verfasse Leserbriefe

Handeln besiegt die Ohnmacht. Das Verfassen von Leserbriefen ist für die Bürgerinitiative Sandl wichtig, weil es eine direkte und sichtbare Möglichkeit bietet, Anliegen öffentlich zu machen und die lokale Bevölkerung zu informieren. Eine Auswahl an E-Mailadressen: leserbriefe@nachrichten.at, tips-freistadt@tips.at, freistadt@meinbezirk.at, tipps@volksblatt.at, leser@kronenzeitung.at
Tipp: Jede einzeln anschreiben

Vorankündigung: Spenden

Spätestens nach Erlangung von Parteistellung im UVP-Verfahren werden wir um Spenden zur Finanzierung von Rechtsbeistand & Gutachtern bitten. Du kannst Deine Bereitschaft vorab bei uns bekannt geben. Danke.

Unterschreibe persönlich

Wenn auch Du dem Projekt Windpark Sandl kritisch gegenüberstehst, kannst Du Dich mit Deiner persönlichen Unterschrift den oben dargelegten Vorbehalten und Einwendungen, die wir als schriftliche Stellungnahme an die Behörde übermitteln, anschließen.

Deine Unterschrift ist nur gültig, wenn sie während der sechswöchigen Kundmachungsfrist geleistet wird. Diese Frist wird demnächst von der UVP-Behörde bekannt gegeben.

Wird die Stellungnahme durch mindestens 200 Personen unterstützt, nimmt diese Personengruppe als Bürgerinitiative am laufenden Umweltverträglichkeitsprüfungs(UVP)-Verfahren teil, erlangt Parteistellung und kann ihre konkreten Einwendungen einbringen und Anträge stellen. Das ist unser Ziel!

Zur Unterschrift berechtigt sind alle Bürgerinnen und Bürger von Sandl, Windhaag, Grünbach, St. Oswald, Weitersfelden, Liebenau und Bad Großpertholz, die zum Zeitpunkt der Unterschrift zum Gemeinderat wahlberechtigt sind (österreichische Staatsbürger/EU-Bürger, nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen, Hauptwohnsitz in der jeweiligen Gemeinde, mindestens 16 Jahre alt).

Du kannst uns Deine Daten vorab in diesem Formular hinterlassen. Wir melden uns bei Dir, wenn die Unterschrift tatsächlich zu erbringen ist.

Parteistellung als Einzelperson erlangen

Wenn Du befürchtest, direkt durch das Windparkprojekt gefährdet und/oder belästigt zu werden (z.B. gesundheitliche Schäden, Lärmbelästigung etc.), dann kannst du mit deiner Stellungnahme und konkreten Einwendungen als sogenannter „Nachbar“ (im Sinne des UVP-Gesetzes) im UVP-Verfahren sogar Parteistellung erlangen. Hier findest du ausführliche Informationen.

Du hast eine Idee wie du helfen kannst?

Du kannst in der Steigerung der Bekanntheit helfen? Du hast qualifizierte Kontakte wie z.B. zu Medien, Sachverständigen, Verbänden, die Fairness wahrenden Content-Producern und/oder Fachexperten (Naturwissenschaftler, Juristen, Forstwirtschaft, …) rund um Windenergie? Du kennst wissenschaftlich fundierte Gründe gegen die Errichtung des Windparks? Oder was ganz anderes? Dann sag es uns gerne. Wir haben immer ein Ohr für Dich.

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Informationsmaterial

Für Dich zum Herunterladen und Verteilen per E-Mail, WhatsApp, etc:

Weiterführende Unterlagen:

Weitere Unterlagen werden in der kommenden Zeit folgen. Vielen Dank für Deine Unterstützung in gemeinsamer Sache.

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Bleib mit uns in Verbindung

Wenn Du uns Deine E-Mailadresse hinterlässt, melden wir uns bei Dir in unregelmäßigen Abständen mit Informationen und Neuigkeiten. Auch kannst Du uns Fragen und Anliegen übermitteln.



Zustimmung

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Über uns

Wir sind eine Gruppe, die der Wunsch eint, unseren Lebensraum und unsere Natur für uns und unsere Nachkommen zu erhalten. Wir sind Bürgerinnen und Bürger. Wir agieren unabhängig, parteifrei und ehrenamtlich.

Betreiber dieser Webseite: Für das Team der Bürgerinitiative: Mag. Sonja Schobesberger, Dr. Manfred Schmitzberger – Impressum & Datenschutz

Kontakt: kontakt@buergerinitiative-sandl.at

Schreib uns gerne bei Fragen und Anregungen.