17.10.2026
Wir nehmen an der Ausschreibung zum Oö. Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2027 teil. Das Land Oberösterreich und MeinBezirk suchen Projekte, die Menschen, Ideen und Verantwortung verbinden. Das Motto lautet „Regional handeln, global wirken”. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Zukunftsallianzen: Partnerschaften, die über Grenzen hinweg denken – wie gemacht für die Bürgerinitiative Sandl.
Warum wir mitmachen
Unser Anliegen ist der Schutz des Lebens- und Naturraumes Freiwald. Damit stehen wir auf einer Linie mit den ursprünglichen Zielen der Oö. Landesregierung: Im Dezember 2024 stellte sie bei einer Pressekonferenz ihre geplanten Windkraft-Ausschlusszonen vor. Die Gebiete Böhmerwald und Nordöstliches Mühlviertel wurden damals fachlich begründet: wenig gestörter Raum, zahlreiche geschützte Vogel- und Säugetierarten, ein grenzüberschreitend vernetzter Lebensraum entlang des Grünen Bandes. In den Medien galten sie als „undenkbar” für Windparks. Dieser Linie sind wir treu geblieben.
Was wir gemeinsam erreicht haben
Im Herbst 2025 sind wir als kleine Gruppe gestartet. Seither haben wir in unzähligen ehrenamtlichen Stunden:
- über 3.800 Unterschriften für eine tschechisch-österreichische Petition gesammelt,
- rund 1.000 Unterstützungserklärungen für die Parteistellung im UVP-Verfahren „Windpark Sandl” gesammelt, fünfmal so viele wie gesetzlich nötig,
- eine umfassende Stellungnahme mit zahlreichen naturschutzfachlichen Einwendungen eingebracht,
- die Bevölkerung wissenschafts- und faktenbasiert informiert: mit unserer Webseite, über 40 Newslettern und 22 Videos,
- fachliche Unterstützung gewonnen, u. a. von BirdLife Österreich, dem Naturschutzbund OÖ, der Koordinationsstelle des Grünen Bandes, Krajina Novohradská, ALKA Wildlife, Protect nature und Pro Thayatal,
- laufende Medienberichte in Österreich und Tschechien erreicht, darunter ein Interview im öffentlich-rechtlichen tschechischen Fernsehen.
Der Freiwald endet nicht an der Grenze
Deshalb arbeiten wir grenzüberschreitend: Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir die tschechische Öffentlichkeit informiert. Mehrere tschechische Naturschutzorganisationen und Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich nun am UVP-Verfahren. So zeigt sich, wie Zusammenarbeit über Landes- und Staatsgrenzen hinweg entsteht und wirkt, vereint durch den Gedanken, Natur, Umwelt und Tiere zu schützen.
Eine Einladung an die Jury
Wie bekannt, hat am 29. September 2026 der Aufsichtsrat der Energie AG, die mehrheitlich dem Land Oberösterreich gehört, einer 30-Prozent-Beteiligung am Windpark Sandl zugestimmt. Das Land unterstützt den Bau damit nun mittelbar über sein Unternehmen.
Wir haben die Jury eingeladen, unsere Arbeit zweimal zu beurteilen: einmal nach der Linie der Landesregierung 2026, einmal nach der Linie von 2024, die genau unsere Schutzgründe vertrat. Wir vermuten, dass die Urteile nicht gleich ausfallen.
Wir bewerben uns nicht, um recht zu behalten. Sondern weil Naturschutz, der von Bürgerinnen und Bürgern grenzüberschreitend getragen wird, Anerkennung verdient, unabhängig von der Konjunktur der Politik.
Wir halten Dich auf dem Laufenden. Danke, dass Du Teil der Bewegung bist.
