Petition gegen den Windpark Sandl

Der Landschaftsverband Krajina Novohradska („Die Landschaft von Novohradské hory“ –
dt. Gratzener Bergland) hat Anfang Februar 2026 auf der tschechischen Seite eine Petition gegen den Windpark Sandl gestartet. Treue Leser erinnern sich: wir führten einst ein Interview mit einem Vertreter des Verbandes. Die Bürgerinitiative Sandl ist offizieller Unterstützer dieser Petition. Diese steht in zwei Sprachen zur Verfügung:

Die gesammelten Unterschriften werden zusammengeführt und sowohl an tschechische als auch österreichische politische Verantwortungsträger übermittelt. Auch an dieselben, die uns im Dezember 2024 erklärt haben, dass der Windpark Sandl „undenkbar“ für sie selbst ist.

Hinweis: Die Teilnahme an der Petition ist österreichweit möglich. Die Unterstützung der Petition hat keinen Zusammenhang mit der noch kommenden persönlichen Unterschrift für die Erlangung von Parteistellung der Bürgerinitiative Sandl im UVP-Verfahren.

Wesentliche Kritikpunkte

Der geplante Bau des Windparks Sandl wird nicht nur die natürlichen, kulturellen und ästhetischen Werte der Novohradské hory („Gratzener Bergland“) auf österreichischer Seite beeinträchtigen, sondern die Folgen des geplanten Baus und Betriebs der vorgeschlagenen Kraftwerke werden sich auch negativ auf das Kerngebiet der Novohradské hory auf tschechischer Seite auswirken. Befürchtet werden dauerhaft negative Auswirkungen auf Landschaft, Vogelwelt, Säugetiere, Fledermäuse, Wasserqualität und Wasserlebewesen.

Gefordert wird

  • Stopp des Projekts zum Bau des Windparks Sandl.
  • Verbot künftiger ähnlicher Vorhaben in diesem Gebiet.
  • Erhaltung der natürlichen, kulturellen und ästhetischen Werte des Kerngebiets der Novohradské hory im Gebiet Pohoří na Šumavě und der angrenzenden Umgebung.
  • Gewährleistung eines angemessenen Naturschutzes in der gesamten betroffenen Region auf tschechischer und österreichischer Seite. 

Auch in den tschechischen Medien wird über die Petition berichtet: So wurde im Radio Prag ein Beitrag gebracht. Am 27.01.2026 widmete sich ein Fernsehbeitrag in den Abendnachrichten von TV Nova dem Windpark Sandl. Wir zitieren aus dem Beitrag die Pressesprecherin und Leiterin der Presseabteilung Veronika Krejčí des tschechischen Umweltministeriums: „Das Umweltministerium wird von der benachbarten Seite eine gründliche Analyse des tschechischen Staatgebiets fordern, da uns eine solche momentan nicht vorliegt, und wir werden die Einbindung in eine grenzüberschreitende Umweltprüfung verlangen.“ Dies verdeutlicht, dass sich die tschechische Seite nicht nur passiv beobachtend verhält, sondern sich aktiv und mit Nachdruck in den weiteren Prozess einbringen wird.

Jede Unterschrift ist ein Funke, jede Teilung ein Lauffeuer. Lasst uns gemeinsam die Kraft unserer Bürgerinitiative nützen. Bitte unterstütze die Petition und verbreite sie in all deinen Kreisen.